Zeitweise lag ich mit einem Zug in der kleinen Lünette an der Weichsel westlich von Podgorz, als ein Hauptmann der Res. (Landmesser aus Dirschau) die Komp. führte. Als einmal ein Stroh in der Niederung brannte, hatte der Major Lucas wieder die Hosen voll. Ich mußte eine starke Patrouille in die Niederung schicken, selbst vom Wasserturm in Podgorz aus beobachten und nachher war Ruhe. Die Lünette war von einem Wassergraben umgeben, in dem viele Karpfen waren. Mit einem Netz aus dem Materialschuppen haben wir den Graben befischt und mehrere Centner Karpfen herausgeholt und verzehrt. Ein Reservist Franz, der Wilddieb von mir genannt (sein Bild in der Regimentsgeschichte der Überlebenden von Bielawy, nach einem Jahr entstand das), der Posten oben auf der Lünette, hatte Anweisung zu melden, wenn Rebhühner im Stacheldrahtverhau waren, dann schlich ich mit dem Luftgewehr und schoß von da die Hühner. Eine Flinte hatten mir der Waffenmeister besorgt, mit ihm ging ich auch in den Spargelfeldern Fasanen schießen, und so gab es auch so manchen fetten Braten. In Fort Jungsingen waren Gefrierhammel zur Verpflegung gegeben. Von dem herrlichen erstklassigen Fleisch habe ich da manche Keule oder Rücken in der Pfanne geschmort.
Als wieder einmal eine Rinderherde an der Grenze südlich des Schießplatzes wild geworden war, war wieder Großalarm und die Grenztruppe ging bis an die Fortlinie zurück. Dabei waren die ganzen Berge des Schießplatzes, die Schippkaberge, (von) Armierungsarbeitern mit Feldbefestigungen versehen. Daß unter diesen Arbeitern russische Offiziere als Spione waren, war selbstverständlich, aber als Stich zugreifen wollte, waren sie weg.
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