Der Google-Browser ist noch keine Woche alt, doch das Misstrauen wächst. Experten warnen jetzt sogar vor einer Installation. Der unbedarfte Nutzer könnte ungewollt ausspioniert werden.
Der schnellere Datenzugriff, von dem erste Nutzer noch euphorisch schwärmten, ermöglicht dem Betreiber einen tiefen Blick in Ihre Vorlieben. Möglich wird das durch eine Identitätsnummer, die man beim Runterladen des Browsers erhält. Über diese Nabelschnur hängt jeder unweigerlich am Spionageauge, das jederzeit jede Bewegung auf den Seiten nicht nur sieht, sondern auch speichern kann. Dazu gehören auch alle Vorschläge, die bereits beim Eingeben eines Suchwortes auf Chrome gemacht werden. (funktioniert ähnlich wie T-9 beim Handy)
Im „Kleingedruckten“ weist Google selbst darauf hin, dass alle Informationen verarbeitet werden. Heißt im Klartext: Hier werden Nutzerprofile erstellt. Sicherheits-Experten kritisieren die Datensammelwut. Die Größe des Datenpools, über den das Unternehmen verfügt, sei beängstigend. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät Laien deshalb vom neuen Browser ab.
Quelle: Berliner Kurier 8.09.2008
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